Das gemeine Kohlenhydrat – die Wurzel allen Übels?

Veröffentlicht am 14 Mai, 2009 von Elmar in Ernährung
Schlagwörter:, ,

Mittlerweile haben selbst die Amis entdeckt, das Light-Produkte anscheinend nicht so richtig schlank machen. Im Gegenteil, extremes Übergewicht und seine besten Freunde – Diabetes, Bluthochdruck und Infarkt grassieren wie noch nie. Dazu kommt natürlich auch noch, das man zunehmend auf Masse statt Klasse setzt.

fat-guy

Hm, lecker. 2kg Essen!

Das Hauptproblem, der Verzehr von stark bearbeiteten, einfachen Kohlenhydraten, ist inzwischen schon länger bekannt. Nun gibt es reihenweise Diät-Experten, die empfehlen, den Verzehr von Kohlenhydraten ganz oder zumindest sehr stark einzuschränken. Ohne hier zu stark auf Diäten an sich einzugehen (das ist ein eigenes Thema) hat der Ruf von Kohlenhydraten in der letzten Zeit schwer gelitten. Zu Unrecht, wie ich meine!

Kohlenhy… WAT?

fructose
Kohlenhydrate sind im Prinzip Zuckerarten. Es gibt Einfach-, Mehrfach und Vielfachzucker.

  • Einfachzucker z.B. Fruchtzucker
  • Zweifachzucker z.B. Milchzucker
  • Vielfachzucker z. B. pflanzliche und tierische Stärke

Der Körper wandelt den Zucker in Glykogen um, das er dann in Leber und Muskeln, sowie in Nieren und Gehirn gespeichert. Man könnte sagen, Glykogen ist das, was Dich am Laufen hält – Kerosin für dein Triebwerk. Wenn der Speicherplatz dort voll ist, speichert dein Körper diese Energie verantwortungsvoll für weitere Verwendung auf deinen Hüften. Dein Körper kann dabei nur Einfachzucker direkt verarbeiten. Alle anderen Zuckerarten werden erst aufgespalten, bevor sie weiterverarbeitet werden.

Das Ying und Yang von Kohlenhydraten

ying-yang

Wie oben schon angedeutet, gibt es verschiedene Arten von Kohlenhydraten. KEINE davon ist von Hause aus schlecht. Es liegt mehr in der Art und Weise, wie diese vom Körper verarbeitet werden. Hardcore-Ausdauersportler oder Menschen die körperlich extrem hoher Belastung ausgesetzt sind, lechzen während der Belastung nach Nahrungsmitteln mit einen hohen Anteil von Einfachzucker, weil der viel schneller als Glykogen reinkarniert und als Treibstoff zur Verfügung steht.

Für die normale Ernährung sollte aus dem gleichen Grund eher darauf geachtet werden „komplexe Kohlenhydrate“ zu sich zu nehmen. Komplexe Kohlenhydrate sind dabei alle Zuckerarten wo mehr als „Zwei“ vor dem „Zucker“ steht. Sie liefern den lebenswichtigen Treibstoff genauso wie Einfachzucker, nur viel langsamer. Der Körper benötigt viel länger, um das „Rohmaterial“ aufzuspalten und die Zuführung in das System erfolgt langsamer. Der Blutzuckerspiegel des Körpers steigt demzufolge langsamer. Bei Einfachzucker steigt dieser „Spiegel“ sehr stark und fällt danach oft sogar unter den Ausgangswert – was dein Körper Dir dann unmissverständlich als Bärenhunger signalisiert.

Gut… äh… und was esse ich jetzt?

sarge

Iss´ Grünzeug, Mann!

Der Trick ist also die Vermeidung von „einfachen Zuckerarten“ in all seinen versteckten Formen, außer man benötigt die gelieferte Power umgehend. Ohne jetzt zum Kuchen-Boykott aufrufen zu wollen – da Weißbrot und leider auch Kuchen quasi nur leere Kalorien enthalten und keine Vitamine, Ballaststoffe oder Spurenelemente liefern (dafür aber Fett), muss der Körper sogar zusätzlich Vitamine und Nährstoffe aufwenden, um das Kunstwerk zu verdauen. Auf Dauer kann mit dem übermäßigen Genuss dieser Nahrungsmittel theoretisch also sogar ein Nährstoffmangel erzeugt werden!

Komplexe Kohlenhydrate sind dagegen ideale Nahrungsmittel und sollten unbedingt zum täglichen Speiseplan gehören. Sie enthalten Vitamine, Ballaststoffe und Spurenelemente, ohne die wir auf Dauer nicht funktionieren können. Mann findet sie in Gemüse, Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchten also z.B. Tomaten, Brokkoli, Spinat, Salat, Bohnen, Vollkornbrot, ungeschälter Naturreis, Vollkornnudeln und Haferflocken.

Und jetzt noch als ganz billiges, niveauloses Addon – die Dame habe ich bei der Google-Bildersuche gefunden… Sie heißt… Carly Zucker…

carly_zucker

Dazu schreibe ich etwas, wenn mich die Muße küsst oder der Hafer sticht – je nachdem ;-) .

Kommentare
  1. heidemarie eckardt sagt:

    Energie von innen- Power-Food

    Quinoa-Birnen- Müslie

    50g Quinoa ( Naturkostladen, ersatzweise Hirse, )
    Himalayasalz,
    1 Birne oder Banane
    30 g Walnüsse,
    150 g Dickmilch (1,5%Fett),
    1 Messerspitze Zimt,
    2 TL Fruchtzucker (kann auch durch Honig ersetzt werden)

    Quinoa heiß abspülen und 25 min. im Salzwasser kochen. Abgießen und abkühlen lassen.
    Obst halbieren, Kerngehäuse entfernen, würfeln.
    Walnüsse in der Pfanne rösten. Dickmilch mit Zimt und Fruchtzucker oder Honig verrühren.
    Obstwürfel und Quinoa zufügen. Müslie mit Walnüssen bestreuen.

    Enthält viele Kohlenhydrate, die schnelle Energie bringen.

    Guten Start in den neuen Tag

  2. [...] von Jack Lalanne aus den 60ern. Darin geht es um das immer noch aktuelle Thema Schäden durch Einfachzucker und versteckte Zuckerarten in Lebensmitteln. Klick auf das Bild, um das Video zu [...]

Einen Kommentar hinterlassen

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * gekennzeichnet.

*

Die kannst folgende HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>