Gastbeitrag: Adventure Workout

Veröffentlicht am 8 November, 2009 von Elmar in aeroSling-Training
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Hier, als besonderes Feature, ein Gastbeitrag von Frank, einem Leser meines Blogs. Ich fand den Beitrag sehr gelungen und biete hier gern ein Forum. Er passt sehr gut zum Tenor des Trimm-Dich-Pfad Artikels. Kurz zur Erklärung – Training mit dem eigenen Körpergewicht wird oft einfach mit BWE (Bodyweight Exercises) abgekürzt. So, jetzt Bühne frei für Frank´s Trainingsbericht:

aeroSling_treeLeicht fröstelnd steige ich aus meinem Auto. Ja, es ist deutlich kühler geworden, aber das tut meiner Motivation keinen Abbruch, denn ich bin heiß. Innerlich brennt ein Feuer der freudigen Erwartung. Ich schaue vom Parkplatz rüber in den Waldweg, der mich in den von mir ausgesuchten „Abenteuerspielplatz“ weisen wird. Dieser Abenteuerspielplatz ist einfach der Wald vor mir. Ich weiß noch nicht was mich erwartet. Aber genau das ist ja der Reiz. Hier darf ich wieder Kind sein. Ein Kind, das gerade 45 Jahre alt geworden ist. Ich darf wieder spielen, die Natur genießen, die frische Luft, die Freiheit. Mein Spiel heißt: Adventure Workout.

Aber ich habe auch etwas „Spielzeug“ dabei. Was ich an Spielzeug mitnehmen darf, muss in einen kleinen Rucksack passen! Das ist eine Regel des Adventure Workout. Diese Regel habe ich für mich selbst beschlossen. Ansonsten ist das Abenteuer genau dadurch definiert, dass ich nicht weiß, was mich an „Trainingsgeräten“ im Wald erwartet. Ich schaue in den Rucksack und gehe meine Ausrüstung durch. Ein Schlingentrainer, ein Handy für Notfälle, meine Landkarte, ein Getränk und ein kleiner Snack. Ein kleines Erste-Hilfe-Pack rundet das alles ab. Das restliche Spielzeug für mein heutiges Adventure Workout bin ich selbst. Genauer gesagt, mein eigenes Körpergewicht. Und das, was mein Freund der Wald mir bietet. Es kann losgehen. Die Gurte des Rucksacks müssen fest am Körper sitzen. Überprüft und für gut befunden.

Ich starte! Im Walking-Tempo trete ich in den Wald hinein. Langsam werde ich warm und spüre die frische Luft in meinen Lungen. Ein paar Sonnenstrahlen, die immer wieder durch die Baumkronen aufblitzen, garnieren mein Wohlgefühl. Und ich spüre: Das wird ein ganz tolles Workout! Ich gehe nun in einen ganz leichten Trab über. Ruhig und kontrolliert versuche ich die Atmung zu dosieren. Nach etwa fünf Minuten suche ich mir einen geeigneten Platz. Rucksack runter, dann suche ich selbst den Waldboden auf. Liegestütze sind angesagt. Drei Sätze pumpe ich und ergänze sie durch Yoga-Liegestütze. Wenn ich denn schon mal am Boden bin, dann sind auch noch B(P)lanks dran. Ich spüre die Brustmuskulatur und meine Bauchmuskeln. Die Sätze sind angekommen!

Im Walking-Tempo geht es weiter, nachdem meine Atmung wieder den richtigen Rhythmus gefunden hat. Kräftige und stramme Schritte. Nun werde ich 10 Minuten weiterwalken, mit leichten Trabeinlagen. Irgendwann sehe ich am Waldrand einen Stapel Baumstämme. Die sind bei weitem zu dick und zu schwer. Die werde ich erst gar nicht versuchen zu stemmen. Kniebeugen mit kleineren Baumstämmen wären in Ordnung gewesen. Also weiter!

Während des Workouts gehen mir viele Gedanken durch den Kopf. Adventure Workout! Ist es das, was meine Trainingseinheit passend umschreibt? Ich bin mir sicher, das ist es! Was ist alles dabei: Cardio- und Krafteinheiten, Muskelausdauer, Beweglichkeitstraining, Training von Koordination und Körperbeherrschung. Es ist ein „Trail-Walking“ oder „Trail Running“ mit BWE (Bodyweight Exercises). Welchen Schwerpunkt man wie legt, kann sich jeder selbst aussuchen. Weniger Running (Walking) mit vielen BWEs oder genau umgekehrt.

Ich sehe einen großen Baumstamm liegen und beschließe auf ihm hin und her zu balancieren. Körperbeherrschung und Balance trainieren. Oft vernachlässigt, aber dennoch sehr wichtig. Gerade wenn man die 40-er überschritten hat! Mann, was fühle ich mich gut und motiviert. Es fühlt sich besser an, als ich es vorher in meinem Kopf durchgespielt habe. Irgendwann sehe ich einen Hügel. Rucksack ab und ein paar Hügelsprints. Man könnte sie natürlich auch mit dem Rucksack machen. Aber nicht zuviel auf einmal. Kann man alles noch in den nächsten Einheiten nachholen. Ich muss unweigerlich an Dominik Feischl denken. Da habe ich diese Hügelsprints gesehen und gedacht: Ins Workout einbauen! Die Hügelsprints hauen gewaltig rein. Wow, die Beine haben heftig etwas abbekommen und ich muss eine kleine Pause einlegen.

Ich horche. Stille! Der Wind lässt die Baume rauschen. Jetzt könnte ich noch ein paar tierische Gangarten machen. Bärengang, Entengang …. und andere. Doch meine Beine sagen erst einmal „Nein“. Heute nicht.

Ich stehe noch am Anfang. Ich werde noch vieles einbauen. Nein, kein neues Trainingssystem. Es ist ja nicht neu oder etwas von mir erfundenes. Es sind nur altbekannte Bausteine, die man kombinieren kann. Naturerlebnisse und Überraschungen inbegriffen. Mehr demnächst!

Kommentare
  1. Frank H. sagt:

    Vielen Dank für die Veröffentlichung meines Beitrages!

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